Unterstützung der BI depoNIE Ith

Liebe Bürger und Bürgerinnen des Fleckens Salzhemmendorf,

in den vergangenen 14 Monaten haben wir uns engagiert mit der beabsichtigten Wiederaufnahme der Steingewinnung im Steinbruch Voska beschäftigt – aus gutem Grund, weil die Folgen dieser Maßnahme für unsere Lebensverhältnisse im Flecken Salzhemmendorf in hohem Maße abträglich wären. Seien Sie versichert, dass die Arbeitsgemeinschaft „Stop Voska“ in ihren Bemühungen zur Verhinderung der neuerlichen Steingewinnung und des Steintransports per LKW durch den Flecken Salzhemmendorf nicht nachlassen wird.

Bei all diesen Aktivitäten sollten wir jedoch eine andere Gefahrenquelle in der Region nicht aus den Augen verlieren: Am 31.12.2021 geht das Atomkraftwerk (AKW) Grohnde endgültig vom Netz. Das niedersächsische Umweltministerium startet in der kommenden Woche die Öffentlichkeitsbeteiligung für den AKW-Rückbau und die damit verbundenen konkreten Vorhaben: Vom 6. Mai bis 5. Juli 2021 sind die Unterlagen der förmlichen Bekanntmachung auf der Internetseite des Umweltministeriums einzusehen. Die interessierte Öffentlichkeit kann dann die Unterlagen sichten und innerhalb von zwei Monaten Einwendungen gegen die Vorhaben erheben. Mehr dazu unter:

https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/lies-ausstieg-aus-der-kernenergie-wird-sichtbar-199878.html

Damit stellt sich die Frage, was wird mit den radioaktiv belasteten Materialien beim Rückbau des Kraftwerks Grohnde und insbesondere: Wohin mit dem anfallenden radioaktiv belasteten Bauschutt?

Die Bürgerinitiative „depoNIE Ith“ weist bereits seit geraumer Zeit darauf hin, dass die vom Steinbruchbetreiber Hannoversche Basaltwerke GmbH & Co. KG geplante Schadstoffdeponie der DK1-Klasse „Schanzenkopf“ für die Lagerung von Teilen dieser radioaktiv belasteten, strahlenden Abfallmengen Verwendung finden könnte. Die geplante Deponie am Ith liegt mitten im Landschaftsschutzgebiet, umgeben von europäischem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet und zahlreichen Trinkwasserschutzgebieten. Diese Deponie trennen dann keine 500 m Luftlinie von Lauenstein und nur 3.000 m von den Dörfern Harderode und Bisperode. Ungefragt und ahnungslos würden Mensch und Umwelt einer permanenten, zusätzlichen radioaktiven Niedrigstrahlung ausgesetzt, falls es hier tatsächlich zur Ablagerung von Bauschutt aus dem AKW Grohnde kommen sollte. 

Die „Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten“ veranstaltet ab Anfang Mai eine 5-teilige Online-Vortragsreihe zum Umgang mit den Abfällen aus dem Rückbau des AKW Grohnde. Sowohl der Endlagersuchprozess in der Region als auch die geplanten Atommülllager in Salzgitter und Würgassen werden thematisiert. Die Möglichkeit einer offenen Lagerung von freigemessenen radioaktiven Abfällen im stillgelegten Steinbruch am Ith wird ebenfalls fachkundig dargestellt. Sie finden detaillierte Informationen und alle Vortragstermine auf der nachfolgenden Webseite und im beigefügten Flyer:

https://www.ag-schacht-konrad.de/grohnde/grohnde-aktuell/save-the-dates-grohnde-rueckbau-was-passiert-mit-dem-muell-2013/

Die Online-Veranstaltungen beginnen alle um 18:30 Uhr. Eine Kostenbeteiligung, eine Anmeldung oder ein Passwort, um an den jeweiligen Veranstaltungen teilzunehmen, sind nicht erforderlich. Zugangslink https://lecture.senfcall.de/kur-xhh-q9r-oip

Bitte informieren Sie sich persönlich im Onlinevortrag am 15.06.2021 „STRAHLENDE ZUKUNFT AM ITH?“ über die Konsequenzen, die eine evtl. Ablagerung von radioaktiven Materialien in der geplanten Deponie am Ith mit sich bringen würde – für Sie persönlich, für Ihre Kinder und Familien, für unsere Lebensqualität, unsere Gesundheit und nicht zuletzt auch für die Zukunft des Fleckens Salzhemmendorf.

Über eine rege Beteiligung der Salzhemmendorfer/Coppenbrügger Bürgerschaft bei allen Online-Veranstaltungen würden wir uns sehr freuen.

Viele Grüße

Christian Stetter

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